Durchwachsener Sauerland-Cup mit wichtigen Erkenntnissen
Die männliche A-Jugend der DJK Sportfreunde Budenheim hat beim hochklassig besetzten Sauerland-Cup ihre letzte große Standortbestimmung vor dem Start in die Jugend-Bundesliga absolviert. Rein ergebnistechnisch verlief das Wochenende mit zwei Siegen und drei Niederlagen durchwachsen. Für die Sportfreunde stand das Turnier allerdings ohnehin unter besonderen Vorzeichen: Neben den Ergebnissen ging es vor allem darum, den Kader unter Wettkampfbedingungen weiter zusammenzuführen und zahlreiche neue Konstellationen einzuspielen.
Weiterhin verzichten musste Budenheim auf die beiden Langzeitverletzten Max Hessinger und Henri Schleif. Gleichzeitig galt es, mit Maximilian Sieder, Peter Szabady, Idriss El Hammoumi, Felix Patrzalek und Torhüter Felix Gleißner gleich fünf Neuzugänge unter Turnierbedingungen in die Mannschaft und die eigenen Abläufe zu integrieren. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Wochenendes lag deshalb darauf, das Zusammenspiel möglichst schnell voranzutreiben und den neuen Spielern viele gemeinsame Minuten mit ihren Mannschaftskollegen zu ermöglichen.
Zusätzlich fehlten am kompletten Samstag Ole Schiebeler und Alvar Matsuura. Beide reisten nach Haßloch, wo sie zum ersten Saisonspiel ihr Regionalliga-Debüt bei den Herren gaben. Auch dort verlief der Saisonauftakt erfolgreich. Für die A-Jugend bedeutete dies allerdings, dass am ersten Turniertag neben den beiden Langzeitverletzten zwei weitere wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen.
Unter diesen Voraussetzungen entwickelte sich der Samstag wechselhaft. Zum Auftakt unterlagen die Sportfreunde der zweiten Mannschaft des MTV Lübeck knapp mit 20:22. Gegen die JSG Handball Köln folgte anschließend in einer umkämpften Begegnung ein 19:18-Erfolg. Im abschließenden Vorrundenspiel gegen TuSEM Essen gelang es dagegen nicht, an diese Leistung anzuknüpfen. Budenheim musste sich deutlich mit 11:21 geschlagen geben.
Gerade die personelle Situation eröffnete jedoch auch Möglichkeiten. Spieler, die zuletzt weniger im Mittelpunkt gestanden hatten, erhielten viel Verantwortung und Spielzeit und konnten die Gelegenheit nutzen, sich unter anspruchsvollen Bedingungen zu zeigen und zu präsentieren. Gleichzeitig konnten die Neuzugänge wertvolle Spielpraxis im neuen Umfeld sammeln. Auch deshalb war der sportliche Wert des Turniers deutlich größer, als es die einzelnen Ergebnisse vermuten lassen.
Am Sonntag war der Kader wieder breiter aufgestellt. Zum Auftakt der Zwischenrunde wartete mit der SG Flensburg-Handewitt eines der renommiertesten Nachwuchsprogramme Deutschlands. Budenheim musste sich mit 12:18 geschlagen geben. Im zweiten Zwischenrundenspiel zeigte die Mannschaft noch einmal eine gute Reaktion und setzte sich gegen die WSG Walram Sport Gruppe mit 18:14 durch.
Dass es trotz des zweiten Turniersieges nicht mehr zum Einzug ins Viertelfinale reichte, war aus Budenheimer Sicht etwas unglücklich. Die Konstellation in der Zwischenrunde führte dazu, dass das abschließende Gruppenspiel für Flensburg sportlich keine Bedeutung mehr hatte. Dessen Ausgang gab letztlich den Ausschlag dafür, dass die Sportfreunde die K.-o.-Runde knapp verpassten.
Allzu schwer wog das Ausscheiden allerdings nicht. Die wesentlichen Ziele für das Wochenende lagen ohnehin an anderer Stelle: fünf Neuzugänge integrieren, das Zusammenspiel beschleunigen, unterschiedliche Formationen unter Wettkampfbedingungen testen und Spielern aus der zweiten Reihe die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. In dieser Hinsicht erfüllte der Sauerland-Cup seinen Zweck und lieferte dem Trainerteam zahlreiche wichtige Erkenntnisse.
Nach fünf Partien gegen starke und unterschiedliche Gegner steht damit eine Bilanz von zwei Siegen und drei Niederlagen. Gleichzeitig wurde deutlich, an welchen Punkten bis zum Bundesliga-Start noch gearbeitet werden muss. Nach einer personell schwierigen Vorbereitung geht es für die Sportfreunde nun darum, die gewonnenen Erkenntnisse mitzunehmen, die Abläufe weiter zu stabilisieren und die neu hinzugekommenen Spieler schnellstmöglich vollständig zu integrieren.
Das Wochenende im Sauerland war damit ergebnistechnisch durchwachsen – für die sportliche Entwicklung und mit Blick auf die anstehende Bundesliga-Saison aber ausgesprochen wertvoll.