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mA2 - Zwei Spiele, zwei Niederlagen – und trotzdem vielversprechende Ansätze

|   mA2-Jugend

Ständig neue Spieler, ständig neue Aufstellungen – für die A2 der SF Budenheim ist in dieser Saison kaum etwas vorhersehbar.

Gleich zu Beginn war klar: Die Mannschaft soll als Bindeglied zwischen der B1 und der künftigen A1 fungieren. Eine besondere Konstellation und gleichzeitig eine spannende, aber auch anspruchsvolle Aufgabe für das junge Trainerteam um Levin Braun, Vinzenz Bungert und Felix Krining.

Denn die meisten Spieler der Jahrgänge 2008 und 2009 sind bereits in der A1 oder sogar im Herrenbereich aktiv. Entsprechend klein ist der feste Spielerstamm der A2. Das bedeutet: Der Kader muss von Spieltag zu Spieltag neu zusammengestellt werden. Und so bekommen vor allem die Perspektivspieler der Jahrgänge 2010 und 2011 frühzeitig die Chance, sich auf hohem A-Jugend-Niveau zu beweisen – teilweise gegen Gegner, die bis zu drei Jahre älter sind.

Eine Herausforderung, die noch größer wird, wenn B1 und A1 zeitgleich selbst im Einsatz sind. Dann heißt es improvisieren, Spieler zusammenziehen und möglichst schnell eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine stellen.

Knappes Auftaktspiel in Koblenz

Zum Auftakt in die Regionalliga Südwest der männlichen A-Jugend ging es zum HC Koblenz. Mit dabei waren unter anderem Felix Kessel, Bosse Hamann, Elias Hög und Timo Schorr – allesamt Spieler der A1.

Trotz der schwierigen Voraussetzungen zeigte die Mannschaft, dass sie mithalten kann. Am Ende stand zwar eine knappe Auswärtsniederlage auf der Anzeigetafel, doch der Auftritt machte Mut für die kommenden Aufgaben.

Junge A2 fordert Bretzenheim

Auch vor dem ersten Heimspiel gegen den TSV Mainz-Bretzenheim musste der Kader erneut umgebaut werden. Die A1 war zeitgleich beim Sauerland-Cup in Menden im Einsatz, um sich auf die bevorstehende Bundesliga-Saison vorzubereiten.

Die Folge: Gleich fünf Spieler des Jahrgangs 2011 und vier Spieler des Jahrgangs 2010 standen gegen die körperlich überlegenen Bretzenheimer auf der Platte.

Und die Youngsters machten ihre Sache richtig gut.

Über weite Strecken hielt die junge Budenheimer Mannschaft gegen den körperlich starken Gegner bemerkenswert gut mit. Besonders im Angriff zeigte sie, welches Potenzial in ihr steckt. Die Angriffe wurden variabel ausgespielt, Spielzüge konsequent durchgezogen und immer wieder gute Wurfchancen herausgespielt.

Das Problem: Die Chancen wurden nicht genutzt.

Gleich 23 relativ freie Würfe fanden nicht den Weg ins Tor. Dazu kam ein starker Bretzenheimer Schlussmann, der zahlreiche gute Möglichkeiten zunichtemachte. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre daher durchaus ein anderes Ergebnis möglich gewesen.

Trotz der Niederlage sorgte die junge Budenheimer Mannschaft beim Gegner für Respekt. Dass Spieler, die teilweise drei Jahre jünger waren, technisch und körperlich so gut mithalten konnten, war auch für die Bretzenheimer überraschend. Das Ergebnis von 27 erzielten Toren spricht eine deutliche Sprache: Offensiv kann diese Mannschaft bereits auf hohem Niveau agieren.

„Lehrgeld gehört dazu“

Weniger zufrieden zeigte sich das Trainerteam mit der Abwehrleistung.

„42 Gegentore sind definitiv zu viel, vor allem, weil die Abwehr im Training wesentlich stabiler stand“, erklärt Felix Krining.

Gleichzeitig weiß der Trainer, dass solche Spiele für die Entwicklung der jungen Spieler enorm wertvoll sind.

„Lehrgeld in der dritthöchsten Spielklasse der A-Jugend zu zahlen, gehört dazu. Den Spielern die Möglichkeit zu geben, auf diesem Niveau Spielanteile und Erfahrung zu sammeln, ist im Hinblick auf die Zukunft enorm wichtig.“

Und genau darin liegt die eigentliche Stärke dieses A2-Projekts: Nicht jede Aufstellung wird perfekt eingespielt sein, nicht jedes Spiel wird gewonnen werden. Aber jeder Einsatz bringt die jungen Spieler ein Stück weiter.

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits am kommenden Heimspieltag. Am Sonntag, 6. September, um 16:00 Uhr empfängt die A2 die HF Untere Saar.

Und vermutlich gilt auch dann wieder: Neues Spiel, neue Aufstellung, neue Herausforderung.

Für Budenheim spielten und trafen:

Luca Roll (1), Tobias Stutzmann (4), Elias Keine (3), Leo Maximilian Wittenzellner (4), Lucas Crummenauer, Lennart Colin Habel, Christian Kopp (3), Philipp Smedla, Karl Dietrich (4), Finn Lipkow, Leander Alexander Glaubauf (4), Levi Mayer (2), Finn Hegener, Henry Schön (2), Henri Gransee.

 

Foto: Susanne Mayer-Marbach