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Herzschlagfinale in Stuttgart

|   mA1-Jugend

A-Jugend ringt in der Jugendbundesliga den formstarken TVB nieder

TVB Stuttgart – DJK Sportfreunde Budenheim 32 : 34 (14 : 14)

Das nächste Herzschlagfinale. Nach dem dramatischen Auswärtssieg beim Spitzenreiter München kurz vor der Fasnachtspause lieferte die A-Jugend der Sportfreunde auch beim Bundesliganachwuchs in Stuttgart ein Spiel für starke Nerven – und behielt erneut die Oberhand.

Die Voraussetzungen versprachen erneut eine hochklassige Partie: Stuttgart hatte zuletzt im November verloren – ausgerechnet beim damaligen Spitzenreiter Melsungen – und sich nach durchwachsenem Start in die Saison stabilisiert. Nur deshalb rangierten die Schwaben in der Tabelle hinter Budenheim. Seit Monaten ungeschlagen, zuhause mit viel Selbstvertrauen, dazu rund zweihundert Zuschauer in der Gemeindehalle Bittenfeld waren eine gute Ausgangslage für den Gastgeber. Aber auch für Budenheim gab es Unterstützung von knapp fünfzig mitgereisten und lautstarken Fans, die gemeinsam mit den Stuttgartern für eine beeindruckende Kulisse sorgten.

 

Budenheim reiste mit frischen Kräften an

Nach dem München-Krimi hatten die Trainer über die närrischen Feiertage bewusst ein paar freie Tage verordnet, um Blessuren auszukurieren und mental Luft zu holen. „Wir wussten, was hier auf uns zukommt. Stuttgart ist seit Monaten ungeschlagen und enorm heimstark“, ordnete Trainer Fabian Vollmar später ein. „Die Jungs haben nach der Pause fokussiert gearbeitet und sich diesen Sieg mit Mentalität und Geduld verdient.“

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Henri Schleif übernahm früh Verantwortung vom Kreis, Max Hessinger zeigte vom Punkt Nervenstärke und Ole Schiebeler traf in wichtigen Phasen mit einer beeindruckenden Quote von 100%. Zur Pause stand es leistungsgerecht 14 : 14.

Auch im zweiten Durchgang blieb es eng. Nach der unglücklichen Disqualifikation von Phillip Patrzalek in der 37. Minute stemmte sich Budenheim gegen eine starke Stuttgarter Phase und lag zwischenzeitlich mit drei Treffern zurück. Doch die Mannschaft blieb ruhig, verteidigte kompakt und nutzte ihre Chancen konsequent. „Zwei Spiele, zwei Herzschlagfinals – erst München, jetzt Stuttgart. Das ist kein Zufall“, betonte Trainer Kai Schiebeler. „Die Mannschaft glaubt an sich, bleibt in Drucksituationen klar und übernimmt Verantwortung. Und wie unsere Fans hier auftreten, das gibt uns spürbar Energie.“

So blieb die Partie bis in die Schlusssekunden offen. Zehn Sekunden vor dem Ende nahm Budenheim beim Stand von 33 : 32 und eigenem Ballbesitz eine Auszeit. Der letzte Angriff wurde routiniert ausgespielt, Felix Kessel kam unbedrängt zum Abschluss und netzte zum viel umjubelten 34 : 32 für die Sportfreunde ein.

Mit dem Auswärtssieg steht fest: Zwei Spieltage vor Saisonende hat Budenheim mindestens den vierten Tabellenplatz sicher. Die Spitze der 2. Liga Süd ist jedoch unglaublich eng zusammengerückt – die vier erstplatzierten Teams trennt lediglich ein Punkt. Budenheim besitzt in dieser Konstellation zwar die schwierigste Ausgangsposition, wahrt aber Außenseiterchancen auf Rang zwei und damit die Teilnahme an der Erstliga-Qualifikation. Selbst eine minimale Chance auf den Meistertitel, der gleichbedeutend mit der Teilnahme am Finale um den DHB Pokal wäre, lebt weiter.

 

Budenheimer Torschützen:

Henri Jacob Schleif 8, Max Hessinger 8 (1/3), Felix Kessel 4, Ole Schiebeler 4, Levin Braun 3, Alvar Matsuura 3, Phillip Patrzalek 3, Niclas Gohrbandt 1.