U19 der Sportfreunde Budenheim rutscht nach Niederlage in Gummersbach ans Tabellenende
Die A-Jugend der DJK Sportfreunde Budenheim hat am sechsten Spieltag der Ersten Jugendbundesliga Handball (JBLH) die fünfte Niederlage hinnehmen müssen. Beim VfL Gummersbach unterlag der Aufsteiger mit 36:40 (17:18). Ausschlaggebend waren Nachlässigkeiten im Abschluss und vor allem die anhaltenden Schwierigkeiten im Defensivverhalten. Daran will das Trainerduo Fabian Vollmar und Kai Schiebeler während der zweiwöchigen Spielpause nun intensiv arbeiten.
Nach dem enttäuschenden 25:43 gegen die Rhein-Neckar Löwen in der Vorwoche wollten die Budenheimer in Gummersbach ein anderes Gesicht zeigen. Personell mussten sie weiterhin auf den verletzten Idriss El Hammoumi verzichten, zudem fiel Rückraumspieler Felix Kessel aus. Dafür stand Torhüter Felix Gleißner nach seinem Nationalmannschafts-Lehrgang wieder zur Verfügung, und Leo Wittenzellner rückte aus der B-Jugend in den Bundesligakader auf. Dass sich die Budenheimer U19 für die Begegnung einiges vorgenommen hatte, war vom Anpfiff an zu erkennen. Die Sportfreunde begannen konzentriert, suchten mutig den Weg zum Tor und erspielten sich innerhalb der ersten sechs Minuten eine 5:1-Führung. Auch defensiv gelang es zunächst, die Gastgeber vor Probleme zu stellen. „Der Beginn war genau die Reaktion, die wir nach dem verkorksten Spiel gegen die Löwen sehen wollten“, erklärte Trainer Fabian Vollmar: „Die Jungs waren wach, haben Verantwortung übernommen und sind mit einer ganz anderen Entschlossenheit aufgetreten. Das war wichtig, und das müssen wir auch positiv festhalten.“
Allerdings gelang es den Sportfreunden nicht, diesen überzeugenden Beginn über einen längeren Zeitraum fortzusetzen. Gummersbach fand zunehmend besser in die Begegnung, während sich im Budenheimer Spiel wieder jene Schwächen zeigten, die die Mannschaft bereits durch die ersten Saisonwochen begleitet hatten – herauszuheben sind insbesondere die mangelnde Chancenverwertung im Angriff und das zu nachlässige Defensivverhalten. „Die Abwehr ist im Moment unser größtes Problem“, stellte Vollmar fest. „Wir verteidigen viele Situationen zunächst gut, bekommen es dann aber im letzten Schritt nicht hin, den Gegner am Abschluss zu hindern.“ Dieses Manko begleite seine Mannschaft nun seit sechs Spielen und koste an fast jedem Wochenende Punkte. Die Gastgeber nutzten diese Schwächen, drehten die frühe Budenheimer Führung und setzten sich zwischenzeitlich auf fünf Treffer ab. Bis zur Halbzeit konnten die Sportfreunde den Rückstand auf 17:18 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel blieb Budenheim zunächst in Schlagdistanz. Doch auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Budenheimer Defensivprobleme, die entscheidend waren für die erneute Niederlage. „36 Tore auswärts in Gummersbach zu machen, ist eigentlich eine ordentliche Grundlage“, sagte Trainer-Kollege, Kai Schiebeler. „Aber wenn du 40 Gegentore bekommst, wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen.“ Sein Team müsse in der Defensive „nicht alles neu erfinden“, sondern einfach die Zweikämpfe konsequenter zu Ende führen. Vollmar ergänzt: „Dieses Problem müssen wir jetzt anpacken – und lösen.“
Nach sechs Spieltagen stehen die Sportfreunde bei 2:10 Punkten und haben nach der jüngsten Niederlage die Rote Laterne in der Ersten JBLH, Staffel Süd, vom VfL Gummersbach übernommen. Nun steht eine zweiwöchige Spielpause an, die das Budenheimer Trainerteam nutzen will, um insbesondere das Defensivverhalten zu verbessern. Am Samstag, 14. November, geht es um 16 Uhr mit dem Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Frisch auf! Göppingen in der Waldsporthalle weiter.
Für die Sportfreunde spielten und trafen: Felix Gleißner, Paul Kohlmaier – Max Hessinger (9/2), Phillip Patrzalek (6), Bosse Hamann (5), Ole Schiebeler (4), Henri Schleif (3), Alvar Matsuura (3), Timo Schorr (2), Peter Szabady (1), Marius Lupp (1), Felix Patrzalek (1), Elias Hög (1), Samuel Karram, Luca Roll, Leo Wittenzellner.