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Hart gelandet

|   mA1-Jugend

U19 der Sportfreunde Budenheim verliert Heimspiel gegen Rhein-Neckar Löwen deutlich

 

Eine Woche nach dem ersten Saisonsieg hat die A-Jugend der DJK Sportfreunde Budenheim in der Ersten Jugendbundesliga Handball (JBLH) eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen unterlag die Mannschaft von Fabian Vollmar und Kai Schiebeler mit 25:43 (12:23) – und war erstmals in dieser Saison chancenlos. Beim krisengeschüttelten VfL Gummersbach wollen die U19-Sportfreunde im Auswärtsspiel am Samstagabend (24. Oktober, 18 Uhr) jetzt neues Selbstvertrauen tanken.

Nach dem überzeugenden 40:30-Heimerfolg gegen die JSG Balingen-Weilstetten in der Vorwoche hatten sich die Sportfreunde gegen die Rhein-Neckar Löwen viel vorgenommen – und der vorsichtige Optimismus war mit Blick auf den bisherigen Verlauf der noch jungen Saison durchaus gerechtfertigt. Denn in ihren ersten drei Saisonspielen hatten es die Budenheimer Sportfreunde und die Gäste aus dem Raum Mannheim mit exakt denselben Gegnern zu tun: JANO Filder, Bayer Dormagen und SC DHfK Leipzig.

Beide Teams hatten diese Spiele jeweils knapp verloren. Daher ließen der jüngste Liga-Erfolg sowie der Austragungsort in der heimischen Waldsporthalle einen kleinen mentalen Vorteil für die U19 der Sportfreunde vermuten – auch wenn diese auf ihren verletzten marokkanischen Jugend-Nationalspieler Idriss El Hammoumi verzichten mussten, während bei den Junglöwen der deutsche Jugend-Kaderspieler Jan Day nach einer mehrwöchigen Pause erstmals wieder im Aufgebot stand.

Sensationelle Torwartleistung

Die Ausgangslage für die Sportfreunde war also durchaus vielversprechend – doch die Wahrheit liegt bekanntlich auf der Platte (klingeling, fünf Euro ins Phrasenschwein!). Und dort hatten die Sportfreunde von Beginn an nicht den Hauch einer Chance: Nicht ein einziges Mal lagen sie in Führung. Konnten die Gastgeber in den ersten fünf Minuten bis zum 4:5 zumindest noch einigermaßen mithalten, mussten sie die Rhein-Neckar Löwen in der Folgezeit über 4:8 (10.), 6:12 (15.) und 9:17 (23.) bis zum Pausenstand von 12:23 kontinuierlich und letztlich uneinholbar davonziehen lassen.

Dabei waren Jan Day, der bei seinem starken Comeback am Ende zwölf Tore erzielen sollte, sowie dessen Mitspieler Matteo Kalvelage, der auf elf Treffer kam, gar nicht mal die spielentscheidenden Faktoren: Der Unterschiedsspieler war eindeutig Junglöwen-Torwart Constantin Mader, der mit einer sensationellen Leistung und spektakulären Paraden am Fließband den Budenheimer Schützen schon früh das Selbstbewusstsein raubte. „Wir haben heute 31 Würfe nicht im Tor untergebracht. 31! Das ist eine Zahl, mit der du gegen kein Team in der Ersten Jugendbundesliga eine Chance hast“, sagte Trainer Fabian Vollmar. Zwar habe sein Team viele dieser Möglichkeiten ordentlich herausgespielt. „Aber wenn du immer wieder frei zum Abschluss kommst und den Ball nicht reinmachst, geht irgendwann die Sicherheit verloren. Genau das ist uns heute passiert.“

Ständig einen Schritt zu spät

Aus der Leistung ihres starken Keepers Constantin Mader schöpften die Gäste viel Energie – sie nutzten ihre Möglichkeiten im Angriff deutlich effizienter. Die verunsicherte Abwehr der Sportfreunde machte es ihnen dabei leicht: „Wir haben heute defensiv viel zu wenige Zweikämpfe gewonnen“, so der zweite Budenheimer Trainer, Kai Schiebeler: „Wenn du den Gegner nicht festbekommst und ständig einen Schritt zu spät bist, kannst du das irgendwann auch im Verbund nicht mehr auffangen. Wir haben es den Löwen heute viel zu einfach gemacht, zu guten Abschlüssen zu kommen.“

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit agierten die Sportfreunde in der Abwehr offensiver und deutlich verbessert. Doch die weiterhin schlechte Wurfquote im Angriff verhinderte, dass sie den Rückstand verkürzen konnten. Schon nach wenigen Minuten endete das Mini-Aufbäumen der Sportfreunde, und bis Mitte der zweiten Halbzeit hatten sich die Junglöwen beim 20:37 bereits auf 17 Tore abgesetzt (47.). In der verbleibenden knappen Viertelstunde passierte bis zum 25:43-Endstand nichts Wesentliches mehr. „Wir haben letzte Woche gesehen, dass wir auf diesem Niveau Spiele gewinnen können“, sagte Vollmar. „Heute haben wir aber auch gesehen, wie schnell du gegen eine gute Mannschaft unter die Räder kommst, wenn du deine eigenen Dinge nicht ordentlich machst.“ 

Ausblick: Fahrt nach Gummersbach

Nach drei knappen Niederlagen, dem ersten Saisonsieg und dem anschließenden herben Rückschlag geht es für die Sportfreunde Budenheim (2:8 Punkte, Rang 9) nun zum punktgleichen Tabellenschlusslicht VfL Gummersbach (Rang 10). Der Traditionsverein hat – sportlich betrachtet – alle seine fünf bisherigen Saisonspiele verloren, trat dabei jedoch viermal auswärts an. Auch in seinem bislang einzigen Heimspiel unterlag Gummersbach der HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen mit 27:32 – erhielt die Punkte aber später am grünen Tisch, weil die HSG zwei nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt hatte. Fabian Vollmar: „Wir haben in unseren bisherigen Partien gegen Gummersbach oft gut ausgesehen - und wollen dort auch diesmal etwas holen!“ Anpfiff ist am Samstag, 24. Oktober, um 18 Uhr in der Gummersbacher Schwalbe-Arena.

 

Für die Sportfreunde spielten und trafen: Maximilian Ortmann, Paul Kohlmaier – Max Hessinger (10/3), Bosse Hamann (3), Alvar Matsuura (3), Phillip Patrzalek (3), Felix Patrzalek (3), Peter Szabady (1), Henri Schleif (1), Felix Kessel (1), Samuel Karram, Ole Schiebeler, Timo Schorr, Marius Lupp, Elias Hög, Freddy Conrad.

Kaum zu bezwingen: Löwen-Keeper Constantin Mader. Foto: Sportfreunde Budenheim / Ingo Fischer
Einen Schritt zu spät und mit beiden Füßen im Kreis: Sportfreund Elias Hög (blaues Trikot) stoppt seinen Gegenspieler auf Kosten eines Strafwurfs. Foto: Sportfreunde Budenheim / Ingo Fischer