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Erster Sieg der männlichen A2 in der Pokalrunde

|   mA2-Jugend

Nach sechs Spielen endlich der erste Erfolg: Die männliche A2 der SF Budenheim startet mit einem 49:40-Heimsieg gegen die HSG Eckbachtal in die Pokalrunde der Regionalliga Südwest. Mit einer überzeugenden Angriffsleistung, viel Spielfreude und großem Kampfgeist belohnte sich die junge Mannschaft für ihre bisherige Arbeit.

Mit einem offensiven Feuerwerk ist der männlichen A2 der SF Budenheim ein erfolgreicher Auftakt in die Pokalrunde gelungen. Nach sechs Spielen ohne Sieg in der Vorrunde durfte die Mannschaft vor heimischer Kulisse endlich jubeln. Gegen die HSG Eckbachtal setzte sich das Team mit 49:40 durch und zeigte dabei eindrucksvoll, welches spielerische Potenzial in der jungen Mannschaft steckt.

Die Voraussetzungen für das Trainerteam um Levin Braun und Felix Krining waren in der bisherigen Saison alles andere als einfach. Aufgrund der engen Verzahnung innerhalb des Vereins kommen regelmäßig Spieler der A2 auch in der A1, der Bundesligamannschaft der Budenheimer, oder in der männlichen B1 zum Einsatz. Hinzu kamen Spielansetzungen, bei denen parallele Partien unterschiedliche Kaderzusammenstellungen erforderlich machten. Das Trainerteam stand somit immer wieder vor der Herausforderung, kurzfristig eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen und die Spieler auf die jeweiligen Gegner einzustellen.

Von Beginn an war jedoch klar, dass es bei der A2 nicht ausschließlich um Ergebnisse geht. Vielmehr sollen die Spiele in der dritthöchsten Spielklasse der A-Jugend den jungen Spielern wertvolle Spielanteile ermöglichen, sie an ein hohes Wettkampfniveau heranführen und ihre individuelle wie mannschaftliche Entwicklung fördern.

Umso erfreulicher ist es, dass sich die Mannschaft nun mit dem ersten Saisonsieg belohnen konnte.

Offensiv mit viel Tempo und Spielfreude

Im Mittelpunkt des Budenheimer Auftritts stand eine beeindruckende Angriffsleistung. 49 Treffer in 60 Minuten sprechen eine deutliche Sprache und unterstreichen die offensive Qualität der Mannschaft. Die Budenheimer agierten mit hohem Tempo, suchten konsequent den Weg in die Tiefe und erspielten sich durch unterschiedliche Angriffskonzepte immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten.

Eine wichtige Rolle im Budenheimer Angriffsspiel übernahmen die Kreisläufer Karl Dietrich und Jona Risch. Mit geschicktem Stellungsspiel, konsequenten Sperren und gutem Timing schufen sie immer wieder Räume für ihre Mitspieler und banden die gegnerische Abwehr. Im Zusammenspiel mit den Rückraumspielern Christian Kopp, Levi Mayer, Philipp Smedla, Luca Roll, Frederik Conrad und Leo Wittenzellner entstanden dadurch zusätzliche Wurfmöglichkeiten und Lücken im gegnerischen Abwehrverbund. Diese nutzten die Budenheimer mit druckvollem Stoßen, gut getimten Kreuzbewegungen, gelungenen Anspielen an den Kreis und gezielten Durchbrüchen konsequent aus. Ebenso wurde immer wieder der Blick für die Außenspieler gesucht, die durch präzise Anspiele in aussichtsreiche Abschlusspositionen gebracht wurden. So entwickelte die A2 ein variables Angriffsspiel, das die Abwehr der HSG Eckbachtal vor zahlreiche Herausforderungen stellte.

Für zusätzliche Dynamik sorgte zudem die Rückkehr von Frederik Conrad, der nach längerer Verletzungspause erst sein zweites Spiel für die A2 absolvierte. Er deutete unmittelbar sein Potenzial an, brachte sich immer wieder gefährlich in die Angriffskombinationen ein und stellte die Abwehr der HSG Eckbachtal vor neue Herausforderungen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die technische Ausbildung der Spieler sowie die vereinsweit verankerte, einheitliche Spielphilosophie der SF Budenheim. Das schnelle Tempospiel und abgestimmte Auslösehandlungen sind feste Bestandteile des Ausbildungskonzepts. Dadurch funktionieren Abläufe, Spielzüge und Kreuzungen auch in wechselnden Mannschaftskonstellationen zunehmend sicher.

Nicht zuletzt trägt der regelmäßige gemeinsame Trainingsbetrieb dazu bei. Die Spieler kennen sich aus den Trainingseinheiten und sammeln dort bereits Erfahrungen im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Mitspielern. Was im Training erarbeitet wird, lässt sich dadurch auch unter Wettkampfbedingungen immer besser umsetzen.

Entwicklung wichtiger als das Ergebnis

„Lehrgeld in der dritthöchsten Spielklasse der A-Jugend zu zahlen, gehört dazu. Den Spielern die Möglichkeit zu geben, auf diesem Niveau Spielanteile und Erfahrung zu sammeln, ist im Hinblick auf die Zukunft enorm wichtig.“ , so Felix Krining zu Beginn der Saison.

Genau darin liegt die besondere Stärke des A2-Projekts: Nicht jede Aufstellung wird perfekt eingespielt sein und nicht jedes Spiel wird gewonnen werden. Aber jeder Einsatz bringt die jungen Spieler ein Stück weiter. Sie sammeln Erfahrungen gegen körperlich und spielerisch starke Gegner, lernen, Verantwortung zu übernehmen, und entwickeln sich Schritt für Schritt weiter.

Abwehrarbeit bleibt ein Entwicklungsthema

Weniger zufrieden zeigte sich das Trainerteam mit der Defensivleistung. Obwohl die Abwehrarbeit in den vergangenen Trainingseinheiten einen besonderen Schwerpunkt bildete, offenbarte sich gegen die körperlich robuste Mannschaft aus Eckbachtal noch Verbesserungspotenzial. Das Zusammenspiel zwischen Innenblock und Halbverteidigern sowie die Übergaben und die Absicherung des Kreisläufers funktionierten angesichts der neu zusammengestellten Abwehrformation bereits ordentlich. Allerdings gelang es den Budenheimern nicht immer, die wurfstarken Rückraumspieler der Gäste rechtzeitig unter Druck zu setzen. Diese nutzten die entstehenden Freiräume konsequent und kamen dadurch immer wieder über Würfe aus der zweiten Reihe zum Torerfolg.

Dabei sind die Voraussetzungen für eine eingespielte Defensive durchaus anspruchsvoll: Wie soll sich eine Abwehrformation dauerhaft abstimmen und festigen, wenn sich die personelle Besetzung von Spiel zu Spiel verändert? Umso bemerkenswerter ist es, dass die junge Mannschaft trotz dieser wechselnden Konstellationen über weite Strecken mit dem Gegner mithalten konnte und auch in schwierigen Spielphasen Zusammenhalt und die nötige Moral bewahrte.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Altersstruktur des Kaders. Mit Henri Gransee, Leander Glaubauf und Leo Wittenzellner standen gleich drei Spieler des Jahrgangs 2010 auf der Platte. Hinzu kamen mit Phil Droßbach, Jona Risch, Karl Dietrich, Philipp Smedla, Levi Mayer und Christian Kopp sechs Spieler des Jahrgangs 2011. Die Mannschaft setzte damit auf zahlreiche Spieler, die altersmäßig eigentlich noch überwiegend in der B-Jugend spielen.

Gegen die körperlich starke HSG Eckbachtal bewiesen die jungen Budenheimer dennoch Kampfgeist, Moral und den Willen, sich auch in direkten Zweikämpfen zu behaupten. Sie hielten dagegen, arbeiteten füreinander und zeigten, dass sie auch unter schwierigen personellen Voraussetzungen als Mannschaft funktionieren können.

Ein Sieg, der Mut für die Zukunft macht

Der 49:40-Erfolg ist deshalb weit mehr als nur der erste Sieg nach sechs Spielen. Er ist eine Bestätigung der bisherigen Entwicklungsarbeit und zeigt, dass die Mannschaft trotz wechselnder Kaderzusammenstellungen konkurrenzfähig ist. Gleichzeitig unterstreicht er die Bedeutung der engen Zusammenarbeit innerhalb der SF Budenheim und des gemeinsamen Ausbildungskonzepts.

Für das Trainerteam um Levin Braun und Felix Krining bleibt die Aufgabe, die Spieler individuell weiterzuentwickeln, die Abstimmung in der Defensive zu verbessern und die offensive Spielfreude weiter zu fördern.

Der Auftaktsieg in der Pokalrunde ist dafür ein schöner und verdienter Lohn. Vor allem aber gibt er der jungen Mannschaft Selbstvertrauen und Motivation für die kommenden Aufgaben. Denn unabhängig von Tabellenplatz und Ergebnis steht bei der A2 weiterhin eines im Mittelpunkt: junge Spieler bestmöglich auszubilden, ihnen Verantwortung zu übertragen und sie auf ihrem sportlichen Weg voranzubringen.

Bereits die nächste Herausforderung wartet auf das junge Trainerteam: Für das Auswärtsspiel gegen den TuS 04 Dansenberg gilt es erneut, einen konkurrenzfähigen Kader zusammenzustellen. Denn nahezu zeitgleich ist die B1 in der Meisterrunde der Regionalliga Südwest auswärts beim TV Offenbach gefordert, während die B2 in der Oberliga zu Hause gegen den TV Kirrweiler antritt. Die enge Verzahnung der Mannschaften bleibt somit auch in den kommenden Wochen eine organisatorische Herausforderung.

Für Budenheim spielten und trafen:

Leander Alexander Glaubauf (7), Tobias Stutzmann (4), Phil Droßbach (5), Luca Roll (2), Lucas Crummenauer, Frederik Conrad (6), Jona Risch (3), Karl Dietrich (6), Finn Lipkow (TW), Leo Maximilian Wittenzellner (5), Philipp Smedla (1), Levi Mayer (2), Henri Gransee (TW) und Christian Kopp (7).