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Damen 1 der SF Budenheim gewinnen bei der TSG Bretzenheim II mit 30:29

|   Damen 1

Starke erste Halbzeit und dramatische Schlusssekunden

Die SF Budenheim haben sich am Samstagabend bei der Zweitvertretung der TSG Mainz-Bretzenheim mit 30:29 (17:10) durchgesetzt. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang noch einmal richtig eng. Doch Alexandra Flebbe behielt in der Schlussphase die Nerven und sicherte den Sportfreundinnen fünf Sekunden vor dem Abpfiff den ersten Derbysieg gegen Bretzenheim II seit zwei Jahren.

 

Nach holprigem Start dreht Budenheim mit starker Defensive auf

Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Zwar gingen die Budenheimerinnen früh mit 3:0 in Führung, doch die Gastgeberinnen fanden schnell zurück ins Spiel und glichen zum 3:3 aus. Ab der zehnten Minute übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Mit konsequenten Angriffsaktionen setzten sie Bretzenheim unter Druck und erspielten sich immer wieder Überzahlsituationen, die sie zu nutzen wussten.

Vor allem die Abwehr stand in dieser Phase hervorragend: Kompakt und aufmerksam machten die Sportfreundinnen die Räume eng. Dahinter überzeugte Michelle Nicolay mit starken Paraden. Im Angriff fanden die Budenheimerinnen immer wieder Lösungen. Franziska Stein und Emily Reese zeigten sich in dieser Phase treffsicher. Über 9:5 und 13:7 bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus und gingen mit einer verdienten 17:10-Führung in die Pause.

 

Bretzenheim kämpft sich nach der Pause zurück

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Bretzenheim kam deutlich verbessert aus der Kabine und verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt. Bei den Budenheimerinnen häuften sich die Fehler im Angriff, während die zuvor so kompakte Defensive zunehmend Lücken offenbarte. Die Gastgeberinnen nutzten diese Schwächephase und machten aus dem komfortablen Vorsprung wieder ein enges Spiel.

Zwar fanden die Gäste zunächst immer wieder Antworten – unter anderem über die Außenbahn durch Luisa Gehringer und Lia Römer –, doch der Druck nahm weiter zu. In der 45. Minute lag Budenheim noch mit 25:22 vorne, fünf Minuten später betrug der Vorsprung beim 26:25 nur noch ein Tor. Als Bretzenheim in der 57. Minute zum 28:28 ausglich, war die Partie endgültig wieder offen.

Emily Reese brachte die Sportfreundinnen anschließend mit 29:28 in Führung. Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln und stellten kurz vor Schluss erneut auf 29:29. Die Entscheidung musste im letzten Angriff fallen.

 

Letzter Angriff mit glücklicherem Ende für Budenheim

Nach einer Auszeit blieben den Budenheimerinnen noch 24 Sekunden. Viel Zeit, um einen Angriff aufzubauen, blieb nicht: Das passive Spiel war bereits angezeigt, nur noch zwei Pässe waren erlaubt. Doch die Gäste bewahrten die Ruhe, holten noch ein Foul heraus und spielten geduldig die entscheidende Wurfposition heraus. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff nahm Alexandra Flebbe aus dem Rückraum Maß und schweißte den Ball zum 30:29 ins Netz.

Bretzenheim bekam beim anschließenden Anwurf noch eine letzte Chance. Der direkte Wurfversuch von Jana Hägele wurde jedoch von Lia Römer geblockt. Dann war Schluss – und der umjubelte Derbysieg perfekt!

Bei aller Freude über den späten Erfolg wissen die Budenheimerinnen, dass die Schwächephase nach der Pause aufgearbeitet werden muss. Zu viele Fehler im Angriff und die nachlassende Kompaktheit in der Abwehr machten die Partie unnötig spannend. Nach zwei Jahren ohne Sieg gegen die Bretzenheimer Zweitvertretung darf der Erfolg aber auch gefeiert werden.

 

Nächste Auswärtsaufgabe wartet in der Pfalz

Mit nun 6:6 Punkten geht es für die Sportfreundinnen am kommenden Samstag, 31. Oktober, um 16 Uhr auswärts bei den Südpfalztigern in Bellheim weiter. Die Gastgeberinnen stehen mit zwei Pluspunkten aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Unterschätzen sollte Budenheim sie dennoch keinesfalls: Die Südpfalztiger sind heimstark und konnten zuletzt mit einem guten Ergebnis gegen die Spitzenmannschaft aus Marpingen auf sich aufmerksam machen. Für die Sportfreundinnen gilt es daher, die starken Phasen aus dem Derby mitzunehmen, die eigenen Fehler zu reduzieren und diesmal über 60 Minuten konzentriert zu bleiben.

Für die Sportfreundinnen spielten und trafen: Michelle Nicolay, Dilan Balibey - Emily Reese (10/6), Alexandra Flebbe (5), Luisa Gehringer, Franziska Stein (je 4), Lia Römer (3), Katharina Stenner, Maja Dietz, Hanna Wagner, Clara Wimmer (je 1), Hanna Herkströter, Denise Panzer, Valentine Pott, Luana Patrzalek