Skip to main content

wC erzwingt den Favoritensturz

|   wC-Jugend

Es war einer dieser Vormittage in Budenheim, an denen man schon beim Betreten der Halle spürte: Heute geht etwas. Die weibliche C‑Jugend der MJSG TSG Ober‑Hilbersheim/Ingelheim/Budenheim bot den Zuschauerinnen und Zuschauern nicht einfach ein Regionalligaspiel – sie lieferte eine Topleistung.

Von der ersten Sekunde an: Budenheim brennt

Die MJSG startete wie entfesselt. Der klare Favorit aus Zweibrücken bekam schon beim ersten Angriff zu spüren, dass es heute keinen freien Zentimeter geben würde.

Hart, fair, mutig – Budenheim war sofort voll da.

Die Abwehr arbeitete wie ein einziges zusammenhängendes Bollwerk. Jede Lücke wurde geschlossen, jeder Zweikampf angenommen. Und vorn? Da zeigte die Offensive Mut, Tempo und Spielfreude – auch wenn sich im weiteren Verlauf ein paar leichte Fehler einschlichen, die verhinderten, dass Budenheim sich früh absetzen konnte.

Nach 13 Minuten stand es 8:8 – ein Spiel auf Augenhöhe, aber mit klaren emotionalen Vorteilen für die Heimmannschaft. Man sah es den Spielerinnen an: Hier ist heute richtig was drin!

 

Budenheim übernimmt – und gibt die Führung nicht mehr her

Im zweiten Viertel setzte die MJSG das um, was die Trainer sich eigentlich immer wünschen: Druck erhöhen, Tempo variieren, clever vollstrecken. Mit viel Leidenschaft erarbeitete Budenheim sich eine 16:14‑Führung zur Halbzeit. Die Bank sprang, die Fans standen, und in den Gesichtern der SG Zweibrücken war zu erkennen: Das hier wird schwieriger als gedacht.

 

Die zweite Halbzeit wurde zu einem echten Krimi.

Intensiv. Körperlich. Leidenschaftlich. Beide Teams kämpften um jeden Ball, jede Torchance, jede Sekunde. Die MJSG blieb zwar das aktivere, entschlossenere Team – doch immer wieder verhinderten kleine technische Fehler, dass man sich endgültig absetzen konnte. Zweibrücken blieb dran, Budenheim hielt dagegen. Siebenmeter, Zeitstrafen, harte Duelle – ein echtes Top‑Spiel der Meisterrunde.

 

Die Schlussphase: Nerven aus Stahl

Als die Uhr langsam Richtung 40 Minuten lief, lag Spannung in der Luft, die man schneiden konnte. Budenheim führte – aber nur knapp. Zweibrücken drängte. Die Halle bebte.

Doch dann kamen die Momente, die zeigen, woraus ein Team wirklich gemacht ist:

• Starke Paraden,

• abgefangene Bälle,

• entscheidende Treffer,

• und eine Leidenschaft, die das Publikum mehrfach von den Sitzen riss.

Mit einem verdienten, aber hart erarbeiteten 28:26 setzte sich Budenheim letztlich durch und feierte einen Sieg, der genauso emotional wie verdient war.

 

Blick nach vorne

In vier Wochen wartet zuhause der TV Kirrweiler – das Hinspiel ging 17:27 verloren. Eine Rechnung, die Budenheim ganz sicher noch offen hat.

 

Es spielten: Liv Marit Schiebeler (7), Nike Gerlach (5), Ida Schleif (5), Soukayna-Imane Arhchoui (3), Aliyah Egger (3), Marissa Lang (3), Emmi Schömel (1), Leonie Waidner (1), Rozália Gyácsok, Fiona Elissa Hamill, Helena Roos