Ein hart umkämpftes Spitzenspiel gegen den HV Vallendar endet 33:33 (18:15). Die Sportfreunde können dabei mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein, mit dem Ausgang des Spiels jedoch nur teilweise, da sie es versäumten, den Rückstand auf den Tabellenführer zu verkürzen.
Die Vorzeichen standen dabei unter keinem guten Stern. Eine Grippewelle hatte das Team von Trainer Becker erfasst, sodass die Vorbereitung auf das Spiel des Tabellendritten gegen den Tabellenersten alles andere als optimal war. Eine Trainingseinheit musste aufgrund des Krankenstandes gar gänzlich abgesagt werden, die restlichen Einheiten fanden mit einem Minimum an Personal statt. Der Versuch einer Verlegung des Spiels scheiterte an der Terminfindung.
Am Samstagabend war dann der Spielberichtsbogen auf Budenheimer Seite ausreichend gefüllt. Keiner der Erkrankten musste noch das Bett hüten und auch im Übrigen taten die Sportfreunde ihr Bestes, um eine schlagkräftige aufzubieten. Becker musste lediglich auf den beruflich abwesenden Panther, auf die jeweils an der Hand verletzten Schmitt und Schlüter sowie auf den Langzeitverletzten Ketelaer verzichten.
Deren Vertretungen trugen jedoch dazu bei, dass die Sportfreunde einen guten Start in das Spiel hinlegten. Levin Braun sorgte vom Kreis ein ums andere Mal für Gefahr und hielt in der Abwehr gegen den wurfgewaltigen Linkshänder Waldgenbach stand. Torwart Maxi Wald hielt vor allem in der ersten Halbzeit herausragend, sodass sich die Sportfreunde schnell mit drei Toren absetzen konnten und diese Führung die gesamte erste Halbzeit über nicht abgaben. Insbesondere Rechtsaußen kaufte er den Schneid ab, sodass dieser im Laufe des Spiels selbst große Winkel ausließ.
An der starken Budenheimer Vorstellung vermochten auch mehrere Zweiminutenstrafen sowie eine harte, aber vertretbare rote Karte gegen Martin Schieke nach einem Gesichtstreffer nichts zu ändern. Die Gäste aus Vallendar waren durchweg mit sich selbst und den guten Schiedsrichtern beschäftigt und mussten aus Mangel an spielerischen Lösungen fast durchweg auf den siebten Feldspieler zurückgreifen. Dies konterten die Sportfreunde mit schnellen Gegenstößen ein ums andere Mal.
Dem hohen Tempo und der personellen Situation mussten die Sportfreunde in der zweiten Halbzweit dann etwas Tribut zollen. Tor um Tor rückten die Gäste an sie heran und glichen folgerichtig in der 42. Spielminute (23:23) erstmals auf. Vor allem der zweitligaerfahrende Linksaußen Reuland war mit einer fehlerfreien Wurfquote bei 12 Versuchen und 11 Tore nicht in den Griff zu bekommen. Die letzte Viertelstunde gestaltete sich als ein offener Schlagabtausch: Keiner der Mannschaften konnte sich auf mehr als zwei Tore absetzen und die Führung wechselte ständig.
Das Blatt schien sich dann schon zu Gunsten des HV Vallendar zu wenden, als diese in der 57. Spielminute mit 31:32 in Führung gingen und Lars Ludwig im Anschluss die Chance zum Ausgleich per Siebenmeter vergab. Es war jedoch wieder Maxi Wald, der mit einer tollen Parade die Partie wieder öffnete. Patrick Hess sicherte sich den Abpraller und nahm aus der Entfernung auf das verwaiste Tor der Vallendarer Maß. Hierbei wurde er jedoch durch Thorben Waldgenbach rüde gehindert. Die Schiedsrichter entschieden folgerichtig auf eine Zweiminutenstrafe für den Dreh- und Angelpunkt des Vallendarer Spiels und auf Siebenmeter. Eben jener Patrick Hess zeigte keine Nerven und verwandelte diesen sicher zum 32:32. Die Vallendarer versuchten nun, die Zeit von der Uhr zu nehmen und gingen etwa 1,5 Minuten vor Spielende nochmals in Führung. Ein schlauer Gegenstoßpass von Borsch auf Weil verschaffte den Sportfreunden jedoch umgehend wieder den Ausgleich.
Der HV Vallendar versuchte sodann wieder Zeit von der Uhr zu nehmen und nahm schließlich bei Zeitspiel und noch einem möglichen Pass aus einem Freiwurf heraus 20 Sekunden vor Ende eine Auszeit. Den anschließenden einzigen Fehlwurf von Reuland parierte Wald, jedoch sprang der Ball zu Ungunsten der Sportfreunde ins Seitenaus. Vallendar gelang es nicht mehr, in den letzten Sekunden einen Ball aufs Tor zu bekommen, sodass das Spiel leistungsgerecht mit 33:33 endete.
Trainer Becker zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Diese hat nun seit Ende November nicht mehr verloren und führt weiter das Verfolgerfeld in der Tabelle hinter dem HV Vallendar und der SG Zweibrücken an.
Es spielten:
Wald (1), Schäfer – Weil (7), Hess (6), Ludwig (6), Borsch (3), Corazolla (3), Schnitter (3), Dübal (2), Braun (2), Erkert, Brdnich, Nagel, Schieke, Kühn, Grathwohl